Forschen
Gegenstände, Dokumente aus Schüler- und Lehrerhand, private Schulfotos oder Erinnerungen entstammen der Realgeschichte von Unterricht und Schulleben. Während in staatlichen Erlassen und pädagogischen Theorien vor allem Bildungsabsichten festgehalten sind, kann man mit Hilfe der schulmusealen Quellen auch Vorstellungen von dem gewinnen, was Tag für Tag im Unterricht und in der Schule geschah.
 
Die Gegenstände, die zum Schulalltag gehören, sind noch wenig erforscht. Daher sind zu ihrer Bestimmung und Interpretation intensive Erkundungsprozesse notwendig. Im Schulmuseum spielen Zeitzeugen dabei eine wichtige Rolle. Sie geben häufig entscheidende Informationen zur Deutung von bildlichem Quellenmaterial oder zur Identifikation von rätselhaften Schulutensilien. Außerdem liefern ihre Erzählungen lebendige Eindrücke vom Unterricht, dem Verhältnis zu ihren Lehrkräften und Klassenkameraden oder ihrer eigenen Berufspraxis als Lehrer oder Lehrerin. Durch die Objekte und die Erinnerungen werden immer wieder Aspekte von Schule sichtbar, die bei einer Beschränkung auf die literarisch tradierte Schulgeschichte verloren gehen würden.