Scherenschnitt
Der Scherenschnitt stammt aus dem asiatischen Raum. In Mitteleuropa verbreitete er sich als eigenständige Kunstform vor ungefähr 200 Jahren. Dies hängt vor allem mit der Verbilligung des Papiers in dieser Zeit zusammen. Der Scherenschnitt war sehr beliebt, um Portraits herzustellen. Andere Motive waren Alltags- und Jagdszenen, Pflanzen und Tiere. Reproduzierte Scherenschnitte sind im 20. Jahrhundert vorwiegend als Buchillustration und auf Grußkarten zu finden. In den 1920er Jahren entstanden berühmte Trickfilme mit Scherenschnittfiguren. Im Kunstunterricht fand der Scherenschnitt bis in die 1960er Jahre einen festen Platz. Girlanden und Deckchen, Blumen und Märchenfiguren tauchen vielfach in Schülerheften auf. Auch für das Herstellen von Figuren und Kulissen für Theaterspiele wurden Scherenschnitte häufig genutzt.
 
Beim freien Schneiden mit der Silhouettenschere entstehen überraschend schnell schöne Bilder. Die Scherenschnitte können zu kunstvollen Karten oder Fensterbildern weiterverarbeitet werden.
 
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