Ausstellungskatalog zum Thema:
 
 
KinderSchule ZukunftsSchule
Drei Schulen, die anders waren
Nach 1918 stand die Veränderung des kaiserzeitlichen Schulwesens
auf der Tagesordnung.
 
Seit 1920 absolvierten alle Kinder herkunftsunabhängig die ersten vier Schuljahre in einer Staatsschule. Zur Erprobung neuer pädagogischer Wege konnten Versuchsschulen eingerichtet werden. In Bremen entstanden drei: an der Schleswigerstraße, an der Staderstraße und
an der Helgolanderstraße.
 
Lehrer- und Elternschaft dieser Schulen bemühten sich um eine demokratische Erneuerung der Erziehung. Sie brachen mit der
Tradition der autoritären Buch- und Lernschule. Mit Arbeitsunterricht
und Gemeinschaftsleben in Schule und Landheim wollten sie die
Kinder befähigen, an der Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft teilzuhaben. Von der Regelschule unterschieden sich die Versuchsschulen durch die Befreiung von Lehrplan und Stundentafel, durch Wahlkollegien und Koedukation.
 
Die Bremer Versuchsschulen waren national und international
geschätzt und viel besucht.
 
Das Jahr 1933 bedeutete das Ende der Versuchsschulen. Zahlreiche Lehrer wurden entlassen oder versetzt.