Im neuen Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmet sich das Schulmuseum Bremen den Jahren 1960 bis 1975, einem Zeitraum gesellschaftlichen Wertewandels in der Bundesrepublik Deutschland, und untersucht besonders die Entwicklung in Bremen.
 
Im Fokus stehen die Veränderungen im Verhältnis von Schüler/innen, Lehrkräften und Schule in den 1960er Jahren. Die Jugendlichen forderten die Anerkennung ihrer Individualität und Bedürfnisse und beanspruchten politische und kulturelle Teilhabe. Der politische Protest war eingebettet in die neuen kulturellen Entwicklungen der 1960er Jahre. Neue Musik, provokante Literatur und Kunst, experimentelle Filme und Theater-inszenierungen eröffneten neue Blickwinkel. In alternativer Mode oder Wohnkultur drückte die junge Generation ihr Lebensgefühl aus. In großen Konzerten und durch kreative Protestkultur entwickelten sie ihr „Wir-Erleben".
 
 
Ein partizipatives Ausstellungprojekt
 
Das neue Projekt möchte vor allem Schulklassen zur Teilnahme einladen. Das Schulmuseum erarbeitet die Struktur der Präsentation, in welche Schulprojekte integriert werden. Die Schüler/innen können sich durch Zeitzeugen-Gespräche, Quellenarbeit, Objektkoffer, Film- oder Tondokumente mit den historischen Veränderungen in Schule und Gesellschaft der 1960er Jahre auseinandersetzen. Dazu werden sie vom Schulmuseum begleitet. Die kreative Umsetzung in ein Produkt für die Ausstellung ermöglicht den Gruppen, unterschiedliche Herangehensweisen auszuprobieren. Bei der Umsetzung in ein Produkt für die Ausstellung können die Schulgruppen auch von Studierenden des Fachbereichs Geschichtsdidaktik unterstützt werden.
 
Die Projektarbeiten werden in der Sonderausstellung des Schulmuseum Bremen im Juni 2018 in der Unteren Rathaushalle präsentiert. Als Schirmherr konnte Bürgerschaftspräsident Christian Weber gewonnen werden. Kooperationen mit dem Staatsarchiv Bremen, mit den Makemedia-Studios vom Zentrum für Medien, mit dem Fachbereich Geschichtsdidaktik an der Universität Bremen u.a. ermöglichen eine vielseitiges Projekt in der Begleitung von Experten unterschiedlichster Institutionen.
 
 
Sollten Sie noch spannende Geschichten, Fotodokumente oder Objekte zu der Ausstellung beitragen können, würden wir uns im Schulmuseum sehr freuen!
 
 
Schulmuseum Bremen e.V.,
Auf der Hohwisch 61-63
28207 Bremen
Tel. 0421-6962330
www.schulmuseum-bremen.de
 
Ansprechpartnerin / Projektleitung: Frauke Hellwig,
frauke.hellwig@schulverwaltung.bremen.de
 
Neues Forschungs- und Ausstellungsprojekt
 
 
"Trau keinem über 30!"
Schule und Jugendkultur 1960 bis 1975