Mittwochsrunde
 
20. März 2019, um 19 Uhr
Vortrag
 
Zwischen Pädagogik und Politik - das Engagement Bremer Lehrerinnen in der Weimarer Republik
 
Referentin Anke Osterloh
 
Viele Bremer Frauen, die sich in der Weimarer Zeit politisch engagierten, waren Lehrerinnen: zum Beispiel Mathilde Plate, Käthe Stricker, Magda Böttner oder Agnes Heineken. Sie vertraten unterschiedliche politische Ansichten und waren Anhängerinnen verschiedener politischer Lager; auch ihr Engagement zeigte sich auf verschiedenen Ebenen. Häufig verbanden sie aber wesentliche Momente ihrer Biografie: An privaten höheren Töchterschulen ausgebildet, war es häufig der Lehrerinnenberuf, der ihnen einen Weg in die Selbständigkeit bot. Sie engagierten sich vor allem in pädagogischen Fragen und nicht zufällig finden wir sie in der Weimarer Republik als Streiterinnen für die Verbesserung der Mädchenbildung.
 
Die Historikerin Anke Osterloh stellt Bremer Biografien und Fragen der Mädchen- und Frauenbildung in der Weimarer Republik vor.
 
 
 
 
Eintritt 3 €
Porträt von Magda Böttner (1858-1937), um 1895. Magda Böttner war eine der ersten Lehrerinnen, die der Bremer Senat 1881 „versuchsweise" als Volksschullehrerin im Staatsdienst einstellte. Sie wurde 1889 Vorsitzende des Bremer Lehrerinnenvereins.
Porträt von Martha Hörmann
(1888-1971) als Leiterin der Vietor-Schule, um 1952. Martha Hörmann kam 1918 als Studienrätin an das Lyzeum Kleine Helle und engagierte sich in der Weimarer Zeit für die DDP. 1945 übernahm sie die Leitung der Vietor-Schule. Die Aufnahme ist kurz vor ihrer Verabschiedung in den Ruhestand im Direktorenzimmer entstanden.
Das Lehrer*innenkollegium des Kippenberg-Lyzeums, um 1910-1915).
Hier unterrichtete u.a. Elisabeth Lürssen ab 1919.