Sie sind hier:

Hunger - Demokratie - Rock'n'Roll

Ein Junge hält einen Ziegelstein in den Händen, hilft beim Wiederaufbau
Januar 1946, Wiederaufbau

Museumspädagogische Angebote für Schulklassen

Die Ausstellungsabteilung "Hunger - Demokratie - Rock´n´Roll. Kindheit und Jugend 1945 bis 1960" zeigt Not und Mangel im Alltag der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum beginnenden Wirtschaftswunder. Aus der Perspektive Bremer Schüler*innen werden Wechselwirkungen zwischen der Lebenswirklichkeit der Kinder und ihrem Schulalltag verdeutlicht. Besonders thematisiert wird auch die Demokratisierung in Schule und Unterricht. Dazu gibt es Einblicke in die Jugendkultur der 1950er Jahre in Bremen.

Zur Ausstellung haben wir Angebote für Schulklassen entwickelt:

Hunger, Demokratie und Rock`n`Roll – Führung durch die Ausstellung

Beginnend mit einer Einführung zur Schulgeschichte und zum Ausstellungskonzept werden ausgewählte Themenschwerpunkte vorgestellt, von der existentiellen Not und familiären Sorgen der Nachkriegsjahre bis zum alltäglichen "Wirtschaftswunder" zuhause. Die Nachkriegsgesellschaft wird aus der Perspektive von Bremer Schülern und Schülerinnen thematisiert.

Besondere Schwerpunktsetzungen nach Absprache möglich.

"Die Küche ist die Werkstatt der Hausfrau…". Zwischen Wohnungsnot und Hausfrauenträumen des Wirtschaftswunders

Nach einer themenbezogenen Einführung in die Ausstellung werden die Themen Wohnsituation und Geschlechterrollen zwischen 1945 und 1960 selbständig erkundet und in Gruppenarbeiten mit Quellenmaterial vertieft.

Historische Quellen wie Fotos, Ratgeber-Literatur und Werbefilme der Zeit ermöglichen einen intensiveren Einstieg in die Fragestellungen rund um Wohnungsneubau, Wohnkultur, Elektrifizierung des Haushalts und geschlechtsspezifischen Rollenbildern der deutschen Nachkriegszeit.

Flucht – Vertreibung – Integration in der Bremer Nachkriegsgesellschaft

Über 100.000 Menschen aus ehemaligen deutschen Ostgebieten kamen in der Nachkriegszeit nach Bremen. Sie wurden als "Flüchtlinge" und "Vertriebene" wahrgenommen. Viele fanden eine Heimat in Bremer Neubausiedlungen wie der Neuen Vahr, die nicht nur ein Modell für Wohnraumschaffung, sondern auch für Flüchtlingsintegration wurden.

Ausstellungsobjekte, Fotos und Quellentexte ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Migration in der Nachkriegszeit.

Selbstgemacht!

Die Schüler spüren dem Leben in der Mangelgesellschaft der Nachkriegsjahre nach.
Wie kann ich aus gebrauchten Dingen und Resten nützliche neue Dinge schaffen?

Es kann wahlweise ein Stiftebecher, ein Spiel oder eine Griffelmappe hergestellt werden.

Kinderspiele der Nachkriegszeit

In der Nachkriegszeit wurde vor allem draußen auf der Straße gespielt. Spielzeug gab es zu Weihnachten und zum Geburtstag - oft von Eltern und Verwandten selbst hergestellt. Neben bewährten "Klassikern" kamen im Lauf der Nachkriegszeit neue Spiele aus Amerika nach Deutschland. Auch in Bremen erfreuten sich Kinder an Gummi-Twist und Hula Hoop.

In der Milchbar

Nach der Einführung der D-Mark und dem beginnenden Wirtschaftswunder stieg auch in Bremen die Nachfrage nach Konsumgütern. Neben der Anschaffung von elektrischen Haushaltsgeräten, Möbeln u.a. spielte auch der Einfluss amerikanischer Alltagskultur eine Rolle, z.B. entstanden auch in Bremen Milchbars, in denen sich Jugendliche trafen.

Das Programm thematisiert das "Wirtschaftswunder" und gibt Schüler*innen die Möglichkeit, sich selbst am Mixer zu betätigen. Es werden Shakes und Joghurtdrinks selbst hergestellt, angerichtet sowie gemeinsam probiert.