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Drei Schulen, die anders waren

Die Bremer Versuchsschulen 1920 bis 1933

Mit dem Ende der Monarchie stand nach 1918 die Veränderung des Schulwesens aus der Kaiserzeit auf der Tagesordnung. In der jungen Republik sollten demokratische Ideale auch in der Schule Einzug halten. Zur Erprobung neuer pädagogischer Konzepte wurden in Bremen drei Versuchsschulen eingerichtet, in der Schleswigerstraße, Staderstraße und der Helgolanderstraße.

Kreativität zu fördern und Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen, waren wichtige Bausteine der neuen Schulkonzepte. Von der Regelschule unterschieden sie sich auch durch die Befreiung von Lehrplan und Stundentafel, durch Wahlkollegien und Koedukation. Die Bremer Versuchsschulen waren über die Region hinaus bekannt und wurden von nationalen und internationalen Delegationen besucht. Das Jahr 1933 bedeutete das Ende der Versuchsschulen.