Im naturwissenschaftlichen Hörsaal des Schulmuseums befindet sich ein besonderes Anschauungsobjekt: Der Induktionsglobus.
Im Jahr 1856 wurde er vom Verlagshändler Joseph Brandegger im Allgäu entwickelt. Er empfahl sein neues Lehrmittel für den Gebrauch "an Volks-, höheren Bürger-, Real- und Lateinschulen, Gymnasien und Lyceen, Gewerbe- und polytechnischen Lehranstalten".
Der Induktionsglobus ist mit Schiefer belegt, damit man darauf mit Griffel und Kreide zeichnen kann. So konnte man mathematische Beweisführungen im Unterricht verdeutlichen, z.B. die Berechnung von Kugelabschnitten. Für astronomische Berechnungen und auch bei Landvermessungen muss die Kugelgestalt der Erde berücksichtigt werden. Diese Rechenarten konnten mit dem Induktionsglobus gut veranschaulicht werden.
Der Induktionsglobus in unserer Dauerausstellung gehört zu unseren ältesten Sammlungsstücken. Er wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts für eine Bremer Schule angeschafft.